Girokonto mit Cashback
Beim Girokonto ist Geld zurück fast nie laufendes Cashback, sondern meist eine einmalige Wechselprämie für die Kontoeröffnung. Sie ist an Bedingungen geknüpft, etwa an Mindestgeldeingang oder Haltedauer. Laufendes Cashback hängt dagegen üblicherweise an einer Kreditkarte, nicht am Konto selbst.
Stand Diese Seite erklärt die Mechanik. Eine Anbietertabelle führen wir erst, wenn geprüfte Daten vorliegen.
Keine Anlage- oder Finanzberatung
Diese Seite ist keine Anlage-, Finanz- oder Steuerberatung und keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt. Wir geben ausschließlich Angaben wieder, die in unserer Recherche belegt sind, und ordnen die Funktionsweise ein. Konditionen, Gebühren und Cashback-Sätze ändern Anbieter jederzeit und ohne Ankündigung. Maßgeblich ist immer das Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters zum Zeitpunkt deines Abschlusses. Prüfe die Bedingungen dort selbst, bevor du einen Vertrag schließt.
Gibt es Girokonten mit Cashback?
In der Werbung ja, in unserer geprüften Datengrundlage nein. Banken werben regelmäßig mit Geld zurück beim Kontowechsel. Was dabei tatsächlich gezahlt wird, ist in aller Regel keine laufende Beteiligung an deinen Umsätzen, sondern eine einmalige Prämie für den Abschluss. Das ist ein wichtiger Unterschied, weil eine Einmalprämie nach der Auszahlung nichts mehr bringt, laufendes Cashback dagegen jedes Jahr wieder.
Laufendes Cashback hängt am Zahlungsmittel. Wenn eine Bank Prozente auf Umsätze zahlt, dann fast immer über eine Kreditkarte und nicht über die Girokarte oder die Debitkarte zum Konto. Wer nach Cashback im Alltag sucht, landet deshalb beim Thema Karte, auch wenn das Konto beworben wird.
Unsere Datengrundlage für den Banking-Bereich ist Abschnitt 2.4 der Marktrecherche. Dort sind Kreditkarten, Händlerprogramme und Bonusprogramme belegt, aber kein einziges Girokonto mit Cashback. Solange keine geprüfte Quelle vorliegt, führen wir hier bewusst keine Anbieterliste und keine Konditionen. Eine erfundene Tabelle wäre bei einem Finanzthema das größere Problem als eine fehlende.
Noch keine Anbietertabelle für Girokonten
Unsere Recherche fand kein deutsches Girokonto mit echtem, laufendem Cashback auf den Kontoumsatz. Was als Cashback beworben wird, ist fast immer eine einmalige Wechselprämie. Für einen fairen Vergleich fehlt uns deshalb eine geprüfte, belastbare Datengrundlage, und die füllen wir nicht mit Schätzungen auf.
Welche Formen von Geld zurück gibt es rund ums Konto?
Fünf Bauarten werden in der Werbung gern unter demselben Wort zusammengefasst. Sie unterscheiden sich darin, wie oft gezahlt wird und woran die Zahlung hängt.
| Form | Wie es funktioniert | Häufigkeit | Wo es klemmt |
|---|---|---|---|
| Wechselprämie | Einmalige Zahlung für die Eröffnung, oft gekoppelt an Mindestgeldeingang, eine Zahl von Kartenzahlungen oder eine Haltedauer. | Einmalig | Entfällt oder wird zurückgefordert, wenn eine Bedingung nicht erfüllt wird |
| Aktionsguthaben | Guthaben für eine bestimmte Handlung, etwa die erste Kartenzahlung oder die Einrichtung eines Dauerauftrags. | Einmalig | Frist für die Handlung wird leicht übersehen |
| Cashback über die Karte zum Konto | Prozentsatz auf Kartenumsätze. Hängt am Zahlungsmittel, nicht am Konto. Häufig an eine Kreditkarte gebunden, nicht an die Debitkarte. | Laufend | Gilt oft nur für eine Kartenart oder eine Umsatzart |
| Empfehlungsprämie | Zahlung dafür, dass eine geworbene Person ein Konto eröffnet und nutzt. | Je Empfehlung | Auszahlung meist erst nach Aktivitätsnachweis der geworbenen Person |
| Vergütung über ein Cashback-Portal | Manche Cashback-Portale führen Kontoabschlüsse als Angebot mit Festbetrag. Das ist Portal-Cashback, keine Leistung der Bank. | Einmalig | Zuordnung scheitert ohne Klick über den Portallink vor dem Abschluss |
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Warum Wechselprämie und Cashback nicht dasselbe sind
Eine Wechselprämie ist eine Werbeausgabe der Bank. Sie kauft damit einen neuen Kunden, weil ein Girokonto in der Regel lange bestehen bleibt und über Jahre Erträge bringt. Deshalb ist die beworbene Zahl oft groß und die Bedingung dahinter eng. Übliche Bedingungen sind ein monatlicher Mindestgeldeingang über eine bestimmte Zeit, eine Mindestzahl von Kartenzahlungen, die Einrichtung von Daueraufträgen oder eine Haltedauer, in der das Konto nicht gekündigt werden darf.
Cashback funktioniert anders. Es entsteht aus einem laufenden Umsatz und wird deshalb immer wieder gezahlt, dafür in kleinen Beträgen. Für die Entscheidung heißt das: Die Prämie ist im ersten Jahr die größere Zahl, danach kommt aus dieser Quelle nichts mehr. Ein Konto, das nach dem ersten Jahr Geld kostet, kann die Prämie im dritten Jahr längst aufgezehrt haben.
Ein zweiter Punkt wird häufig übersehen. Prämien sind an ein Neukundenverhältnis geknüpft. Wer dasselbe Konto schon einmal hatte oder wer im selben Haushalt lebt wie ein bestehender Kunde, fällt je nach Bedingungen heraus. Das steht nicht auf der Werbeseite, sondern in den Teilnahmebedingungen.
Woran die Prämie in der Praxis scheitert
Nicht erfüllte Bedingungen sind der häufigste Grund für eine ausbleibende Zahlung. Der Geldeingang wird als Gehaltseingang definiert und eine Überweisung von einem eigenen zweiten Konto zählt nicht. Die Mindestzahl an Kartenzahlungen wird knapp verfehlt. Die Haltedauer läuft länger, als der Wechselwillige erwartet hat. Oder das Konto wurde nicht über den Weg eröffnet, an den die Aktion gebunden war.
Genau der letzte Punkt betrifft auch Cashback-Portale. Wenn ein Portal einen Kontoabschluss mit einem Festbetrag vergütet, greift diese Vergütung nur, wenn du den Abschluss über den Link des Portals startest. Ein späterer Aufruf der Bankseite über die Suchmaschine setzt einen anderen Vermittler und die Zuordnung ist weg. Welche Portale Kontoabschlüsse vergüten, siehst du in der Kategorie Versicherungen und Finanzen.
Girokarte, Debitkarte, Kreditkarte: woran das Cashback hängt
Zu einem Girokonto gehören je nach Anbieter unterschiedliche Karten, und genau diese Unterscheidung entscheidet darüber, ob überhaupt Cashback anfällt. Die Werbung spricht meist nur von der Karte zum Konto, was drei sehr verschiedene Dinge meinen kann.
Die Girokarte ist die klassische Karte deutscher Banken. Sie bucht unmittelbar vom Konto ab und ist im deutschen Handel weit verbreitet. Für Onlinezahlungen und im Ausland ist sie nur eingeschränkt nutzbar. Cashback-Programme knüpfen an sie nach unserer Datenlage nicht an.
Die Debitkarte trägt das Zeichen einer Kartengesellschaft, bucht aber ebenfalls sofort vom Konto ab. Sie funktioniert online und im Ausland wie eine Kreditkarte, ohne dass ein Kreditrahmen dahintersteht. Ob eine Debitkarte in ein Cashback-Programm einbezogen ist, steht in den Programmbedingungen und nicht auf der Kontoseite. Häufig ist sie es nicht.
Die Kreditkarte sammelt Umsätze über einen Abrechnungszeitraum und bucht sie gesammelt ab. Alle Anbieter, für die in unserer Recherche ein Cashback-Satz belegt ist, arbeiten mit dieser Bauart. Der Grund liegt in der Abwicklung: Cashback-Programme setzen an dem Entgelt an, das bei einer Kartenzahlung anfällt, und dieses Entgelt fällt bei den internationalen Kartennetzen anders aus als bei einer Abbuchung über die Girokarte.
Wirbt ein Konto mit Geld zurück, prüfe deshalb zuerst, mit welcher der drei Karten du zahlen musst, damit etwas anfällt. Kostet diese Karte extra, gehört ihr Preis in die Rechnung. Und wenn die begünstigte Karte eine Kreditkarte ist, gilt für sie alles, was auch sonst für Kreditkarten gilt, von der Bonitätsprüfung bis zur Frage nach den Sollzinsen bei Teilzahlung.
Was ein Konto neben der Prämie kostet
Die Prämie steht auf der Startseite, der Preis steht im Preis- und Leistungsverzeichnis. Beides gehört in dieselbe Rechnung. Vier Posten entscheiden in der Praxis darüber, ob unter dem Strich etwas übrig bleibt.
Erstens das Kontoführungsentgelt ohne Sonderbedingung. Viele Konten sind nur bei einem bestimmten monatlichen Geldeingang kostenlos. Fällt dieser Geldeingang weg, etwa bei Elternzeit oder Jobwechsel, greift der reguläre Preis. Rechne deshalb mit dem Preis, der ohne Aktion und ohne Bedingung gilt.
Zweitens die Karten. Debitkarte, Girokarte und Kreditkarte werden häufig getrennt bepreist. Wenn das Cashback an eine Kreditkarte gebunden ist, gehört deren Entgelt in die Rechnung, auch wenn das Konto selbst kostenlos ist.
Drittens Bargeld und Fremdwährung. Abhebungen außerhalb des eigenen Automatennetzes und Zahlungen außerhalb des Euroraums sind die klassischen Kostenfallen. Ein einziger Auslandsurlaub kann hier mehr kosten, als eine Prämie einbringt.
Viertens Sonderleistungen. Papierauszug, Ersatzkarte, Eilüberweisung und Rücklastschrift stehen selten in der Werbung, aber immer im Preisverzeichnis.
Alle vier Posten findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis. Das ist ein eigenes Dokument, das jede Bank vorhalten muss und das meist als PDF im Fußbereich der Website verlinkt ist. Lade es vor dem Abschluss herunter und speichere es. Es ist die einzige Fassung, an der du dich später messen lassen kannst, denn eine Werbeaussage ist keine Kondition.
Prüfe darin gezielt drei Zeilen: den Preis der Kontoführung ohne jede Sonderbedingung, den Preis der Karte, an der das Cashback hängt, und das Entgelt für Zahlungen in fremder Währung. Diese drei Zahlen entscheiden häufiger über das Ergebnis als der beworbene Prozentsatz.
Dispozins schlägt jede Prämie
Wer das Konto regelmäßig überzieht, zahlt Sollzinsen auf den überzogenen Betrag. Diese Zinsen sind bei jeder Kontoentscheidung die mit Abstand größte Position und wichtiger als jede Prämie. Prüfe den Sollzinssatz für die eingeräumte Kontoüberziehung, bevor du auf die Prämie schaust.
Einlagensicherung zuerst
Kläre vor jeder Kontoeröffnung, welcher Sicherungseinrichtung die Bank angehört und in welchem Land sie zugelassen ist. Diese Frage ist unabhängig vom Cashback und in der Rangfolge wichtiger als jeder Prozentsatz.
Prämie gegen laufende Kosten rechnen
Der Rechenweg ist eine Division. Prämie geteilt durch die monatlichen Kosten ergibt die Zahl der Monate, die das Konto sich trägt. Danach zahlst du drauf.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten, nicht mit Zahlen eines bestimmten Anbieters: Eine Prämie von 75 € und ein Kontoführungsentgelt von 4,90 € im Monat ergeben rund 15 Monate. Wer das Konto danach behält und die Bedingung für die Gebührenfreiheit nicht erfüllt, zahlt ab dem 16. Monat mehr, als die Prämie gebracht hat.
Gegenrechnung mit laufendem Cashback: 1 % auf 400 € Kartenumsatz im Monat sind 4 €. Das deckt rund 82 Prozent derselben Gebühr, und zwar dauerhaft statt einmalig. Ob dein tatsächlicher Umsatz diese Größe erreicht, siehst du in deinen Kontoauszügen der letzten drei Monate. Schätzungen liegen hier fast immer zu hoch.
Nimm für diese Rechnung deine echten Zahlen und nicht die, die du gern hättest. Öffne die Kontoauszüge der letzten drei Monate und zähle zusammen, wie viel tatsächlich über Karte gelaufen ist und wie viel über Überweisung und Lastschrift. Der Kartenanteil ist bei den meisten Haushalten kleiner als vermutet, und nur er zählt für ein umsatzabhängiges Cashback.
Liegen zwei Angebote danach dicht beieinander, entscheidet nicht die dritte Nachkommastelle, sondern die Frage, welches Konto ohne Aktion und ohne Bedingung günstiger ist. Aktionskonditionen laufen aus, Bedingungen fallen weg, wenn sich dein Gehaltseingang ändert. Das Konto bleibt. Rechne deshalb im Zweifel mit dem schlechteren der beiden Zustände.
Beide Beispiele sind reine Rechenmodelle zur Veranschaulichung des Vorgehens. Sie beziehen sich auf keinen realen Anbieter und enthalten keine Aussage darüber, welche Konditionen am Markt erhältlich sind.
| Weg | Vergütet wird | Typische Höhe | Bedingung |
|---|---|---|---|
| Girokonto | Prämien für Eröffnung und Nutzung | Einmalbetrag | Mindestgeldeingang, Haltedauer, Aktivität |
| Kreditkarte | Anteil am Kartenumsatz | 0,5 bis 2 Prozent laut unserer Recherche | Zahlung mit genau dieser Karte, oft nur eine Umsatzart |
| Cashback-Portal | Anteil der Werbeprovision des Händlers | Je Shop und Portal verschieden | Klick über den Portallink vor dem Kauf |
| Hersteller-Aktion | Festbetrag je gekauftem Gerät | Vom Hersteller festgelegt | Anmeldung nach dem Kauf mit Beleg und Frist |
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Einmalige Wechselprämie
Wechselprämie
75 €
einmalig bei Eröffnung
Kontoführung
4,90 €
je Monat
Gedeckt
15 Monate
rund gerechnet, ab Monat 16 zahlst du drauf
Laufendes Cashback
Kartenumsatz
400 €
je Monat
Cashback-Satz
1 %
auf den Kartenumsatz
Zurück
4 €
je Monat, dauerhaft statt einmalig
Prüfliste vor der Kontoeröffnung
Diese acht Fragen klären, was ein beworbenes Angebot tatsächlich wert ist. Sie ersetzen keine Beratung, sie sortieren die richtigen Punkte in die richtige Reihenfolge.
01Ist es Cashback oder eine einmalige Wechselprämie
Eine Prämie für die Kontoeröffnung wird einmal gezahlt und ist kein Cashback. Cashback fällt laufend auf Umsätze an. Beides wird in der Werbung gern vermischt, weil die Einmalprämie größer klingt.
02An welche Bedingungen ist die Prämie geknüpft
Üblich sind Mindestgeldeingang, eine Mindestzahl von Kartenzahlungen oder eine Haltedauer. Reißt du eine Bedingung, entfällt die Prämie, oder die Bank fordert sie zurück.
03Was kostet das Konto ohne Bedingungen
Viele Konten sind nur bei einem bestimmten Mindestgeldeingang kostenlos. Fällt der Geldeingang weg, greift der reguläre Preis. Rechne mit dem Preis, der ohne Sonderbedingung gilt.
04Gilt das Cashback für die Debitkarte
Cashback-Programme hängen häufig an einer Kreditkarte, nicht an der Girokarte oder Debitkarte zum Konto. Prüfe, mit welcher Karte du zahlen musst, damit überhaupt etwas anfällt.
05Wo wird das Guthaben gutgeschrieben
Die Bank kann das Guthaben aufs Konto buchen, mit Gebühren verrechnen oder als Gutschein ausgeben. Nur die Gutschrift aufs Konto ist echtes Geld ohne Einlösebedingung.
06Welche Nebenkosten fallen an
Bargeldabhebung außerhalb des eigenen Netzes, Fremdwährung, Ersatzkarte und Papierauszug sind die üblichen Posten. Sie stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis, nicht auf der Werbeseite.
07Ist die Einlagensicherung geklärt
Prüfe, welcher Sicherungseinrichtung die Bank angehört und in welchem Land sie ihren Sitz hat. Das ist unabhängig vom Cashback und wichtiger als jeder Prozentsatz.
08Was passiert nach dem ersten Jahr
Aktionskonditionen laufen aus. Notiere dir den Stichtag bei Vertragsschluss und prüfe dann erneut, ob das Konto ohne Aktion noch passt.
Wie läuft ein Kontowechsel in der Praxis ab?
Der Wechsel selbst ist unspektakulär, die Reihenfolge entscheidet. Eröffne das neue Konto zuerst und lasse das alte parallel laufen, bis alle Zahlungen umgestellt sind. Wer sofort kündigt, riskiert geplatzte Lastschriften.
Danach führst du eine Liste aller wiederkehrenden Zahlungen. Gehalt, Miete, Versicherungen, Strom, Mobilfunk, Abos und Daueraufträge. Diese Liste findest du in den Kontoauszügen der letzten zwölf Monate, denn jährliche Abbuchungen tauchen in drei Monaten nicht auf. Viele Banken bieten für die Umstellung einen Umzugsservice an. Ob deine Bank das tut und was er umfasst, steht in ihren Unterlagen.
Rechne bei der Reihenfolge auch die Prämienbedingung mit. Verlangt sie einen Gehaltseingang über mehrere Monate, muss die Umstellung des Gehalts früh passieren, nicht am Ende. Verlangt sie eine Mindestzahl von Kartenzahlungen, brauchst du die Karte rechtzeitig im Alltag. Wer die Bedingungen erst liest, wenn das Konto schon läuft, verliert die Prämie an einer Frist und nicht an der Bank.
Kündige das alte Konto erst, wenn über zwei volle Monate keine Buchung mehr eingegangen ist. Prüfe vorher, ob eine Prämienbedingung eine Haltedauer für das neue Konto vorsieht, und notiere dir das Datum, an dem eine Aktionskondition ausläuft. Ohne diese Notiz merkt man den Wechsel vom Aktionspreis zum Normalpreis erst am Kontoauszug.
- 1
Neues Konto eröffnen
Lass das alte Konto parallel laufen, bis alles umgestellt ist. Wer sofort kündigt, riskiert geplatzte Lastschriften.
- 2
Zahlungen auflisten
12 Monate
So weit zurück reichen die Auszüge, die du brauchst. Jährliche Abbuchungen tauchen in drei Monaten nicht auf.
- 3
Umstellen und Fristen einhalten
Verlangt die Prämie einen Gehaltseingang über mehrere Monate, muss das Gehalt früh umziehen und nicht am Ende.
- 4
Altes Konto kündigen
2 Monate ruhig
Erst wenn über zwei volle Monate keine Buchung mehr eingegangen ist. Prüfe vorher eine Haltedauer aus der Prämienbedingung.
Häufige Fragen zum Girokonto mit Cashback
Gibt es Girokonten mit Cashback?
Am deutschen Markt werben Banken mit Wechselprämien, Aktionsguthaben und Kartenprogrammen. In unserer eigenen Recherche ist allerdings kein Girokonto mit Cashback belegt. Deshalb führen wir hier keine Anbietertabelle. Belegt sind ausschließlich Kreditkarten und Bonusprogramme, die wir im Bereich Kreditkarten darstellen.
Was ist der Unterschied zwischen Wechselprämie und Cashback?
Eine Wechselprämie ist eine einmalige Zahlung für die Kontoeröffnung, meist gekoppelt an Mindestgeldeingang oder eine Haltedauer. Cashback fällt dagegen laufend auf Umsätze an. Die Einmalprämie ist in der Werbung oft die größere Zahl, das laufende Cashback ist über Jahre die verlässlichere.
Bekomme ich Cashback auf Zahlungen mit der Girokarte?
Cashback-Programme hängen in der Praxis meist an einer Kreditkarte, nicht an der Girokarte oder der Debitkarte zum Konto. Prüfe in den Bedingungen, mit welchem Zahlungsmittel der Umsatz erfasst wird. Zu einzelnen Kontomodellen macht unsere Recherche keine Angabe.
Worauf muss ich beim Vergleich achten?
Auf vier Punkte: den Kontopreis ohne Sonderbedingung, die Bedingungen für die Prämie, die Nebenkosten für Bargeld und Fremdwährung sowie die Frage, ob das Cashback an eine zusätzliche Karte gekoppelt ist. Erst danach lohnt der Blick auf die beworbene Zahl.
Ist eine Wechselprämie steuerpflichtig?
Prämien ohne Kopplung an einen Kauf werden steuerlich anders behandelt als eine Kaufpreisminderung. Je nach Gestaltung kommen Kapitalerträge oder sonstige Einkünfte in Betracht. Das ist keine Steuerberatung. Kläre den Einzelfall mit deinem Steuerberater oder dem Finanzamt.
Warum steht hier keine Anbieterliste?
Weil unsere Datengrundlage für den Banking-Bereich keine Girokonten mit belegtem Cashback enthält. Wir tragen bei einem Finanzthema nichts nach, was wir nicht prüfen können. Sobald eine geprüfte Quelle vorliegt, erscheint hier eine Tabelle mit Anbieter, Modell, Bedingungen und Stand der Erhebung.
Kann ich mehrere Konten wegen der Prämien eröffnen?
Rechtlich spricht nichts dagegen. Praktisch ist jede Kontoeröffnung ein Vertrag mit Bedingungen. Viele Prämien verlangen eine Mindesthaltedauer, und ungenutzte Konten kosten nach Ablauf der Aktion oft Geld. Wer sammelt, braucht eine Liste mit Kündigungsterminen.
Wie sicher ist mein Geld bei einer Direktbank mit Prämie?
Das hängt an der Einlagensicherung, nicht an der Prämie. Prüfe, welcher Sicherungseinrichtung die Bank angehört und in welchem Land sie zugelassen ist. Diese Frage ist bei jeder Kontoeröffnung wichtiger als jeder Cashback-Satz.
Zum Schluss
Diese Seite trifft keine Auswahl für dich und empfiehlt kein Produkt. Sie erklärt, wie die Vergütungsformen gebaut sind und mit welchen Zahlen du sie prüfst. Maßgeblich ist immer das Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank zum Zeitpunkt deines Abschlusses.