Wie du das richtige Cashback-Portal findest
Auf die Frage nach dem besten Portal passt selten ein einzelner Name. Welches Portal für dich passt, hängt an drei Größen: wie oft du bestellst, wie viel du dabei ausgibst und bei welchen Shops. Erst danach kommen Note und Ausstattung.
Fang bei der Mindestauszahlung an. Sie entscheidet darüber, ob du überhaupt an dein Geld kommst. Wer im Jahr zweimal für 80 Euro bestellt und dabei 4 Prozent bekommt, sammelt rund 5,40 Euro, weil fast alle Portale vom Nettowarenwert ohne Mehrwertsteuer rechnen. Bei TopCashback ohne Schwelle und bei Shoop mit 1 Euro ist das ausgezahlt. Bei iGraal mit 20 Euro liegt es weiter im Konto, bei Andasa mit 30 Euro erst recht. Der Prozentsatz in dieser Rechnung ist eine Annahme, die Schwellen sind belegt.
Die zweite Frage ist die Shop-Auswahl. Die Gesamtzahl der Partnershops ist dabei eine schlechte Kennzahl. Sie ist eine Selbstangabe, wird unterschiedlich gezählt und sagt nichts darüber aus, ob deine drei oder vier Stammshops dabei sind. Prüf lieber konkret: Öffne die Suche des Portals und gib die Händler ein, bei denen du tatsächlich bestellst.
Warum die Sätze so weit auseinandergehen
Cashback-Portale bekommen eine Provision aus den Affiliate-Programmen der Händler und geben davon einen Teil an dich weiter. Wie viel, entscheidet jedes Portal selbst und verhandelt es zudem je Händler neu. iGraal beziffert die Weitergabe mit bis zu 90 Prozent und ist damit der einzige große Anbieter, der überhaupt eine Zahl nennt. Shoop spricht von einem Großteil, TopCashback von einem besonders hohen Anteil. Beide Aussagen sind nicht nachprüfbar.
Dazu kommen befristete Aktionen. Ein Portal, das für einen Händler gerade eine Kampagne fährt, hebt den Satz für einige Tage deutlich an. Deshalb ist die Frage nach dem besten Portal weniger sinnvoll als die Frage nach dem besten Portal für diesen Einkauf. Genau dafür bauen wir die Shop-Seiten.
Worauf du bei kleinen Anbietern achten solltest
Der deutsche Markt hat eine lange Liste eingestellter Portale. Das Branchenportal CashbackJournal führt 43 inaktive Angebote in seiner Watchlist, davon 32 eingestellte und 11 wegen ausbleibender Auszahlungen ausgelistete Anbieter. Wer sein Guthaben über Jahre bei einem kleinen Portal sammelt, geht ein reales Risiko ein.
Je weniger du über einen Anbieter weißt, desto früher solltest du auszahlen. Eine niedrige Mindestauszahlung begrenzt deshalb dein Risiko. Prüfe außerdem, ob der Betreiber überhaupt erkennbar ist. Bei link-o-mat, Prozenthaus24, Questler und mycashbacks steht er im Impressum. Bei mehreren anderen Kleinportalen ließ er sich in unserer Recherche nicht ermitteln.
Punkte, Coins und Meilen sind kein Cashback
Ein Teil der Anbieter rechnet nicht in Euro. Payback vergibt Punkte, bei denen ein Punkt einem Cent entspricht. Swagbucks rechnet in SB, wobei 500 SB fünf Euro sind. CashbackDeals führt CashCoins, für die keine belegte Umrechnung vorliegt. Miles and More vergibt Meilen, deren Wert vollständig vom Einlöseweg abhängt und sich deshalb nicht beziffern lässt.
Je undurchsichtiger die Währung, desto schwerer der Vergleich. Wenn du wissen willst, ob ein Angebot gut ist, brauchst du einen Eurobetrag. Deshalb führen wir Punkte- und Meilenprogramme zwar im Vergleich, mischen sie aber nicht in die Prozentbewertung der klassischen Portale.
Was Erweiterungen und Apps wirklich bringen
Der häufigste Grund für entgangenes Cashback ist Vergesslichkeit. Man kauft direkt im Shop, ohne vorher über das Portal zu gehen. Genau dagegen hilft eine Browser-Erweiterung, weil sie beim Aufruf eines Partnershops darauf hinweist. TopCashback bietet sie für Chrome, Edge, Firefox und Safari an, Shoop, iGraal, Rakuten, link-o-mat und ShopBuddies haben ebenfalls eine. Bei den meisten Kleinportalen fehlt sie.
Umgekehrt gilt: Eine Erweiterung ersetzt keinen guten Satz. Wenn ein Portal mit Erweiterung 2 Prozent bietet und eines ohne 6 Prozent, dann lohnt sich der bewusste Umweg. Nutze die Erweiterung als Erinnerung, nicht als Entscheidung.