Was ist Cashback? Bedeutung, Arten und Beispiel

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Kurze Antwort

Cashback ist Geld, das du nach einem Online-Einkauf zurückbekommst. Ein Cashback-Portal leitet dich zum Shop weiter, erhält vom Shop eine Werbeprovision und gibt einen Teil davon an dich weiter. Die Gutschrift landet auf deinem Portalkonto. Bei Shoop zahlst du ab 1 Euro aus, bei TopCashback gibt es gar keine Mindestschwelle.

Inhalt dieser Seite7 Abschnitte

Was bedeutet Cashback?

Cashback heißt übersetzt Geld zurück. Du kaufst wie immer in einem Onlineshop ein und bekommst danach einen Teil des Kaufpreises erstattet. Der Nachlass entsteht nicht im Shop, sondern auf einem Umweg.

Der Umweg ist ein Cashback-Portal. Du meldest dich dort kostenlos an, startest deinen Einkauf über einen Link des Portals und bestellst dann ganz normal im Shop. Dein Portal erkennt den Kauf und schreibt dir einen Betrag auf dem Nutzerkonto gut.

Ein Gutscheincode senkt den Rechnungsbetrag sofort. Cashback kommt erst nach 30 bis 60 Tagen, und zwar auf dein Portalkonto statt auf die Rechnung. Von dort forderst du die Auszahlung an.

Wie viel dabei herauskommt, zeigt unser eigener Datensatz. Am 26.09.2026 stehen dort genau 10.406 geprüfte Angebote für 6.051 Shops. Der durchschnittliche Satz der 9.465 Prozentangebote liegt bei 4,83 Prozent, der höchste bei 100 Prozent. Über den Shop, bei dem du gerade kaufen willst, sagt der Durchschnitt allerdings wenig, denn die Sätze gehen je nach Branche weit auseinander.

Cashback-Portale kosten dich nichts. Es gibt keine Mitgliedsbeiträge und keine Abos. Bei Rakuten Deutschland ist die kostenlose Nutzung ausdrücklich ausgewiesen. Auch bei Shoop, TopCashback und iGraal ist die Anmeldung gratis.

Woher kommt das Geld beim Cashback?

Das Geld stammt aus dem Werbebudget des Shops. Ein Onlineshop zahlt für jeden vermittelten Kauf eine Provision an denjenigen, der den Kunden gebracht hat. Genau diese Provision teilt sich das Cashback-Portal mit dir.

Zwischen Shop und Portal steht meist ein Affiliate-Netzwerk, in Deutschland unter anderem Awin, belboon und Daisycon. Es misst den Kauf, ordnet ihn dem Portal zu und rechnet ab. Ohne diese Meldung passiert nichts. Shoop ist selbst als Publisher bei Awin aktiv, iGraal läuft über belboon und Daisycon.

Wie viel bei dir ankommt, entscheidet das Portal. iGraal gibt nach eigenen Angaben bis zu 90 Prozent der Provision weiter. TopCashback wirbt mit einer Highest Cashback Guarantee und damit, einen besonders hohen Anteil weiterzugeben. Andasa liegt mit typischerweise rund 2 Prozent Cashback am unteren Ende des Marktes.

Daraus folgt: Je höher die Provision einer Branche, desto höher das Cashback. Mode, Reisen und Vertragsabschlüsse bringen viel, Elektronik und Lebensmittel wenig.

So wandert die Provision zu dir

  1. 1

    Onlineshop

    5 %

    Der Shop zahlt eine Werbeprovision für jeden vermittelten Kauf. Im Beispiel sind das 5 Prozent vom Warenwert.

  2. 2

    Affiliate-Netzwerk

    Awin, belboon oder Daisycon messen den Kauf, ordnen ihn dem Portal zu und rechnen ab.

  3. 3

    Cashback-Portal

    bis zu 90 %

    Das Portal behält einen Anteil und gibt den Rest weiter. iGraal nennt nach eigenen Angaben bis zu 90 Prozent Weitergabe.

  4. 4

    Du

    4,50 %

    Auf deinem Portalkonto landet die Gutschrift. Aus 5 Prozent Provision werden im Beispiel 4,50 Prozent Cashback.

StationWas dort passiertBeispiel
Onlineshopzahlt eine Werbeprovision für jeden vermittelten Kauf5 Prozent vom Warenwert
Affiliate-Netzwerkmisst den Kauf, ordnet ihn zu und rechnet abAwin, belboon, Daisycon
Cashback-Portalbehält einen Anteil und gibt den Rest weiteriGraal nennt bis zu 90 Prozent Weitergabe
Dubekommst die Gutschrift auf dem Portalkonto4,50 Prozent statt 5 Prozent

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Welche Arten von Cashback gibt es in Deutschland?

Der Begriff Cashback deckt fünf unterschiedliche Modelle ab. Sie unterscheiden sich darin, wer zahlt, wie du an das Geld kommst und wie lange du wartest.

Portal-, Kassenbon- und Hersteller-Cashback landen als Euro-Betrag auf deinem Konto. Bei Punkteprogrammen ist das nicht selbstverständlich: Miles and More rechnet ausschließlich in Meilen ab, eine Barauszahlung gibt es dort nicht. Die DeutschlandCard kennt ebenfalls keine Barauszahlung und läuft zum 30.11.2026 aus.

ArtSo funktioniert esBekannte AnbieterAuszahlung
Portal-CashbackKlick über ein Portal in den Onlineshop, danach normal bestellenShoop, TopCashback, iGraal, mycashbacksEuro auf Bankkonto oder PayPal
Karten-Cashbackfester Prozentsatz auf jeden Kartenumsatz, ohne ZusatzschrittAmazon Visa mit 1 Prozent bei Amazon, ADAC Visa Paket Sparen mit 2 Prozent auf bis zu 150 Euro Tankumsatz im MonatGutschrift auf die Kartenabrechnung
PunkteprogrammePunkte oder Meilen statt Euro, später eingelöstPayback mit 1 Punkt gleich 1 Cent, Miles and More mit 1 Meile je EuroPayback ab 200 Punkten, Miles and More ohne Barauszahlung
Kassenbon-CashbackProdukt im Laden kaufen, Bon in der App fotografierenmarktguru, scondoo, reebatePayPal oder Überweisung
Hersteller-Cashbackzeitlich begrenzte Aktion, Antrag nach dem KaufVodafone GigaZuhause mit bis zu 120 Euro, abgewickelt über Telljaerst nach sechs Vertragsmonaten

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Wie viel Euro Cashback bekomme ich im Jahr?

Rechne mit 2 bis 5 Prozent auf deinen Online-Jahresumsatz. Das klingt wenig, summiert sich aber über alle Bestellungen.

Ein Beispielhaushalt gibt 2.400 Euro im Jahr online aus. Die Sätze im Beispiel sind angenommen und schwanken je nach Shop, Portal und Tag. Sie zeigen die Größenordnung, sie sind keine Zusage.

Unter dem Strich bleiben 95 Euro. Das entspricht 3,96 Prozent des Jahresumsatzes. Für denselben Betrag müsstest du bei einem Tagesgeldkonto mit 2 Prozent Zins rund 4.750 Euro ein Jahr lang liegen lassen.

Ein Jahr im Beispielhaushalt

  1. Online-Umsatz im Jahr

    2.400 Euro

    über alle vier Bereiche

  2. Satz im Schnitt

    3,96 %

    gewichtet über die vier Bereiche

  3. Cashback im Jahr

    95,00 Euro

    Summe der Tabelle darunter

Die Sätze im Beispiel sind angenommen und schwanken je nach Shop, Portal und Tag. Sie zeigen die Größenordnung, sie sind keine Zusage.
BereichJahresumsatzAngenommener SatzCashback
Mode und Schuhe600 Euro6 Prozent36,00 Euro
Elektronik800 Euro2 Prozent16,00 Euro
Reise und Hotel700 Euro4 Prozent28,00 Euro
Drogerie und Beauty300 Euro5 Prozent15,00 Euro
Summe2.400 Euro3,96 Prozent im Schnitt95,00 Euro

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Wann bekommst du kein Cashback?

Cashback scheitert regelmäßig an Kleinigkeiten. Die häufigsten Fälle kennst du besser vorher als hinterher.

Leicht zu übersehen ist die Bemessungsgrundlage. Sie ist selten der Betrag auf deiner Rechnung. Aklamio berechnet Prämien auf den Nettowarenwert ohne Umsatzsteuer und ohne Versandkosten. Aus 119 Euro brutto werden so 100 Euro Basis. Bei 5 Prozent sind das 5,00 Euro statt 5,95 Euro.

  • Du kaufst direkt im Shop, ohne vorher über das Portal zu klicken. Dann gibt es keine Zuordnung und kein Cashback.
  • Du nutzt einen fremden Gutscheincode aus einer anderen Quelle. Aklamio weist ausdrücklich darauf hin, dass zusätzliche Gutscheine das Cashback reduzieren oder ganz entfallen lassen können.
  • Du bestellst in der Shop-App statt im Browser. Das Cookie mit der Klick-ID liegt im Browser, nicht in der App.
  • Du schickst die Ware zurück. Bei einer Retoure fällt die Provision beim Shop weg und das Portal storniert die Gutschrift.
  • Ein Adblocker oder eine strenge Cookie-Einstellung blockiert die Messung.
  • Du zahlst mit einem Geschenkgutschein des Shops. Viele Händler nehmen solche Umsätze von der Provision aus.

Wie fange ich mit Cashback an?

Für den Einstieg reicht ein einziges Portal. Ein zweites Konto lohnt sich erst, wenn du vor jedem Kauf vergleichst.

  1. Wähle ein Portal mit niedriger Auszahlungsschwelle. Shoop zahlt ab 1 Euro aus, TopCashback kennt gar keine Mindestgrenze, iGraal verlangt dagegen 20 Euro bestätigtes Cashback.
  2. Melde dich mit deiner E-Mail-Adresse an. Ein Konto ist kostenlos.
  3. Hinterlege deine Bankverbindung. Bei Shoop muss die erste Auszahlung zwingend per SEPA auf ein EU-Konto laufen, erst danach stehen PayPal und Gutscheine offen.
  4. Suche vor jedem Einkauf den Shop im Portal und starte den Kauf über den Portallink.
  5. Kaufe im selben Browserfenster zu Ende, ohne zwischendurch andere Seiten oder Gutscheinportale aufzurufen.
  6. Prüfe nach ein bis zwei Tagen, ob die Bestellung im Konto steht. Bei Shoop dauert die Erfassung 1 bis 6 Stunden.

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Häufige Fragen

  • Kostet ein Cashback-Portal Geld?

    Nein. Anmeldung und Nutzung sind bei allen großen deutschen Portalen kostenlos. Bei Rakuten Deutschland ist ausdrücklich ausgewiesen, dass keine Gebühren und keine kostenpflichtigen Abos anfallen. Die Portale verdienen an der Provision des Shops, nicht an dir.

  • Ist Cashback ein Rabatt oder ein Einkommen?

    Cashback aus eigenen privaten Einkäufen gilt steuerlich als Minderung des Kaufpreises. Anders liegt der Fall bei Werbeprämien, etwa aus der Freundschaftswerbung, und bei betrieblichen Käufen. Die Einordnung steht im Ratgeber zu Cashback und Steuern, eine Steuerberatung ersetzt sie nicht.

  • Brauche ich bei jedem Portal ein eigenes Konto?

    Ja. Jedes Portal führt ein eigenes Guthaben und rechnet getrennt ab. Wer bei Shoop, TopCashback und iGraal angemeldet ist, hat drei Konten mit drei verschiedenen Auszahlungsschwellen von 1 Euro, 0 Euro und 20 Euro.

  • Wie lange dauert es, bis ich das Geld habe?

    Der Kauf erscheint meist binnen 7 Tagen als offene Buchung. Bis der Händler ihn bestätigt, vergehen danach 30 bis 60 Tage, bei Reisen bis zu 3 Monate nach der Reise. Die Auszahlung selbst braucht dann 3 bis 5 Werktage.

  • Verfällt mein Cashback-Guthaben?

    Bei manchen Portalen ja. Shoop lässt Guthaben nach drei Jahren verfallen, gerechnet ab dem Jahresende der Gutschrift. Zahle dein Guthaben deshalb regelmäßig aus, statt es jahrelang liegen zu lassen.