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Cashback-Apps vergüten einzelne Produkte im stationären Handel. Du kaufst ein Aktionsprodukt im Supermarkt, fotografierst den Kassenbon in der App und bekommst den Betrag gutgeschrieben. Anders als bei Cashback-Portalen zählt nicht der gesamte Einkauf, sondern nur das jeweils beworbene Produkt.
Stand Grundlage sind die Angaben zu 6 Anbietern aus unserer Marktrecherche.
Warnhinweis zu smhaggle
Zu smhaggle häufen sich laut unserer Marktrecherche Berichte über verzögerte oder ausbleibende Auszahlungen. Die Google-Play-Bewertung liegt bei 3,5 von 5, auf Trustpilot vergeben laut Recherchequelle 96 Prozent der Nutzer nur einen Stern. Betreiber ist die my-valueshopping Germany GmbH, die Mindestauszahlung beträgt 12 Euro.
Das sind Nutzerberichte und Bewertungen auf Plattformen Dritter, keine von uns festgestellte Tatsache. Wir führen den Anbieter deshalb nur mit diesem Hinweis. Wer ihn trotzdem nutzt, sollte kein größeres Guthaben stehen lassen, denn bei einer Mindestauszahlung von 12 Euro bindet sich ein Bon-Modell schnell über Monate.
Wie funktionieren Cashback-Apps?
Kassenbon-Apps schließen die Lücke, die Cashback-Portale offenlassen. Ein Portal braucht einen Onlineshop und einen Klick über den Portallink. Im Supermarkt gibt es beides nicht. Die Apps setzen deshalb am Produkt an statt am Einkauf. Der Hersteller lobt für ein einzelnes Produkt einen Betrag aus, du kaufst es dort, wo du ohnehin einkaufst, und weist den Kauf mit einem Foto des Kassenbons nach.
Weil das Geld vom Hersteller kommt und nicht vom Händler, sind diese Aktionen händlerunabhängig. scondoo nennt für seine Aktionen unter anderem Kaufland, REWE, Lidl, EDEKA, Aldi, dm und Rossmann. Du bist also nicht an eine Kette gebunden, sondern an das Produkt.
Die zweite Einnahmequelle ist der Bon selbst. marktguru zahlt ein Grundcashback von 0,05 Euro je Kassenbon, bis zu zehnmal pro Woche und unabhängig vom Einkaufswert. smhaggle zahlt ebenfalls 0,05 Euro je hochgeladenem Bon. Das ist wenig, es fällt aber ohne Zusatzaufwand an, wenn man den Bon ohnehin fotografiert.
Zwei der 6 erfassten Anbieter sind streng genommen keine Bon-Apps. kaufDA gehört zu Bonial und betreibt Drive-to-Store-Plattformen, bei denen Cashback-Aktionen im Prospektumfeld auftauchen, mit Preisnachlässen bis 100 Prozent. Coupon Plus bündelt Cashback- und Geld-zurück-Aktionen auf coupons.de. In beiden Fällen geht es um Herstelleraktionen und nicht um ein dauerhaftes Portal-Cashback.
Der Ablauf in vier Schritten
1
Aktionsprodukt wählen
In der App steht eine Liste beworbener Artikel. Vergütet wird ein Artikel daraus, nicht der Einkauf.
2
Im Laden kaufen
Der Laden ist meist frei wählbar, weil der Hersteller zahlt und nicht der Händler.
3
Kassenbon fotografieren
0,05 € je Bon
Die App prüft den Bon. marktguru und smhaggle vergüten den Upload zusätzlich mit einer Grundprämie.
4
Gutschrift und Auszahlung
Der Betrag landet im App-Konto. Ausgezahlt wird ab einer Mindestsumme, belegt ist sie nur bei smhaggle.
Die 6 Anbieter im Überblick
Die Reihenfolge folgt unserer Marktrecherche und nicht einer Vergütung. Felder ohne Beleg stehen als keine Angabe, weil wir bei Auszahlungsbedingungen nichts schätzen.
Cashback-Apps für den stationären Handel, Stand 04.09.2026
Anbieter
Betreiber
Mindestauszahlung
Auszahlungswege
Status
marktguru
Venture der ProSiebenSat.1 PULS 4
keine Angabe
PayPal, Überweisung
aktiv
scondoo
keine Angabe
keine Angabe
PayPal, Überweisung
aktiv
reebate
keine Angabe
keine Angabe
PayPal, Überweisung
aktiv
smhaggle
my-valueshopping Germany GmbH
12,00 €
Überweisung
aktiv, mit Warnhinweis
kaufDA
Bonial
keine Angabe
keine Angabe
aktiv
Coupon Plus
keine Angabe
keine Angabe
keine Angabe
aktiv
Wische seitlich, um alle Spalten zu sehen.
Produkt statt Einkauf
Vergütet wird das einzelne Aktionsprodukt, nicht der Bonwert. Ein voller Wagen ohne Aktionsartikel bringt nur die Bonprämie.
Händlerunabhängig
Weil der Hersteller zahlt, ist der Laden meist frei wählbar. Prüfe trotzdem die Aktionsbedingungen je Produkt.
Aufwand je Bon
Jeder Vorgang kostet dich einen Upload. Bei kleinen Beträgen entscheidet das darüber, ob sich die App im Alltag hält.
Welche Anbieter haben eine App, welche eine Browser-Erweiterung?
Eine App zu haben heißt nicht, dass es eine Bon-App ist. Von den 40 Anbietern in unserem Datensatz haben 11 eine eigene App und 7 eine Browser-Erweiterung. Nur 4 dieser Apps arbeiten mit dem Kassenbon. Die übrigen 7 sind Begleit-Apps von Cashback-Portalen und vergüten Onlineeinkäufe, keine Produkte im Laden.
Grundlage sind die Merkmalsfelder unseres Portaldatensatzes. Anbieter mit App und Erweiterung stehen in beiden Listen, das sind 4 der 40. Eine Erweiterung setzt einen Browser voraus und hilft deshalb nur beim Onlineeinkauf.
Die Anbieter im Einzelnen
Alle Angaben stammen aus unserer Marktrecherche zu den deutschen Cashback-Anbietern. Wo ein Feld nicht belegt ist, steht keine Angabe statt einer Schätzung.
marktguru
marktguru.de
aktiv
Betreiber
Venture der ProSiebenSat.1 PULS 4
Mindestauszahlung
keine Angabe
Auszahlungswege
PayPal, Überweisung
Dafür spricht
Grundcashback von 0,05 Euro je Kassenbon, bis zu zehnmal pro Woche und unabhängig vom Einkaufswert
Produkt-Cashback als Festbetrag oder Prozentsatz, gelegentlich bis 100 Prozent
Seit 2024 zusätzlich Online-Cashback
Nach eigener Angabe führendes integriertes Prospekt- und Cashback-Angebot in Deutschland und Österreich
Dagegen spricht
Mindestauszahlung nicht belegbar
Modell auf einzelne Produkte begrenzt, kein Cashback auf den gesamten Einkauf
Es häufen sich Berichte über verzögerte oder ausbleibende Auszahlungen
Laut Recherchequelle vergeben auf Trustpilot 96 Prozent der Nutzer nur einen Stern
Google-Play-Bewertung nur 3,5 von 5
Hohe Mindestauszahlung von 12 Euro für ein Bon-Modell
Hinweis: Die genannten Auszahlungsprobleme sind Berichte von Nutzern und Bewertungen auf Plattformen Dritter, keine von uns festgestellte Tatsache. Wir geben sie wieder, weil sie in unserer Recherche dokumentiert sind und weil ein Guthaben, das nicht ausgezahlt wird, für dich ein echtes Risiko darstellt.
Abgelehnt wird fast immer aus demselben Grund: Der Bon ist nicht vollständig lesbar. Fotografiere ihn flach liegend bei gutem Licht, ohne Schatten und ohne Knick, und achte darauf, dass Händlername, Datum, Uhrzeit, Bonnummer und die gekaufte Position zu sehen sind. Bei langen Bons hilft es, sie in zwei Aufnahmen mit Überlappung zu erfassen, sofern die App das zulässt.
Hebe den Bon auf, bis die Gutschrift bestätigt ist. Thermopapier verblasst, besonders im Auto oder in der Sonne. Wer den Bon direkt nach dem Einkauf hochlädt, umgeht dieses Problem und vergisst die Aktion nicht.
Rechne die Mindestauszahlung mit. Bei marktguru, scondoo und reebate ist sie in unserer Recherche nicht belegt, bei smhaggle liegt sie bei 12 Euro. Je höher diese Schwelle und je kleiner die Einzelbeträge, desto länger liegt dein Guthaben beim Anbieter. Das ist bei kleinen Anbietern kein theoretisches Risiko.
Für wen rechnen sich Bon-Apps?
Die Rechnung ist schnell gemacht. Die Grundprämie liegt bei den Anbietern, für die wir eine Angabe haben, bei 0,05 Euro je Bon. Wer jede Woche zehn Bons hochlädt, was bei marktguru die genannte Obergrenze ist, kommt daraus auf gut zwei Euro im Monat. Das trägt den Aufwand allein nicht. Interessant wird es erst über das Produkt-Cashback, das je Aktion als Festbetrag oder Prozentsatz ausgelobt wird und bei marktguru gelegentlich den vollen Produktpreis erreicht.
Je Kassenbon
0,05 €
belegt bei marktguru und smhaggle
Je Woche
10 Bons
Obergrenze bei marktguru
Im Monat
rund 2 €
allein aus den Bons
Die Grundprämie ist der Teil, den du sicher bekommst, sobald du den Bon ohnehin fotografierst. Das Produkt-Cashback kommt obendrauf und wird je Aktion einzeln ausgelobt, deshalb steht es hier nicht als Zahl.
Bon-Apps lohnen sich also, wenn du die Aktionsliste vor dem Einkauf durchsiehst und deinen Einkaufszettel danach ausrichtest. Wer erst nach dem Einkauf nachsieht, ob zufällig etwas Passendes dabei war, sammelt vor allem Bonprämien. Das ist kein Fehler, es ist nur eine andere Größenordnung.
Was passiert mit deinem Kassenbon?
Ein Kassenbon ist mehr als der Nachweis für ein Produkt. Er enthält jede Position deines Einkaufs, den Zeitpunkt und die Filiale. Wer regelmäßig Bons hochlädt, gibt damit ein detailliertes Einkaufsprofil weiter. Das ist der eigentliche Gegenwert für die 0,05 Euro Bonprämie. Was mit diesen Daten geschieht, steht in der Datenschutzerklärung des Anbieters. Lies sie einmal, bevor du die App zur Gewohnheit machst.
Apps ersetzen keinen Portalvergleich
Bon-Apps zielen auf einzelne Produkte im Supermarkt. Für Onlineeinkäufe bringt der Vergleich der Cashback-Portale deutlich mehr, weil dort der gesamte Warenwert vergütet wird.
Du wählst in der App ein Aktionsprodukt aus, kaufst es in einem beliebigen teilnehmenden Geschäft und fotografierst danach den Kassenbon. Die App prüft den Bon und schreibt dir den Betrag im App-Konto gut. Ausgezahlt wird ab einer Mindestsumme, meist per PayPal oder Überweisung. Der Händler ist an dem Vorgang nicht beteiligt, das Geld kommt vom Hersteller des Produkts.
2
Worin unterscheiden sich Cashback-Apps von Cashback-Portalen?
Cashback-Portale vergüten den gesamten Einkauf bei einem Onlineshop und brauchen dafür deinen Klick über den Portallink vor dem Kauf. Cashback-Apps vergüten einzelne Produkte im Laden und brauchen dafür den Kassenbon nach dem Kauf. Beide Wege schließen sich nicht aus, sie decken schlicht verschiedene Einkäufe ab.
3
Welche Cashback-Apps gibt es in Deutschland?
In unserer Marktrecherche erfasst sind marktguru, scondoo, reebate, smhaggle, kaufDA von Bonial und Coupon Plus auf coupons.de. marktguru und scondoo sind dabei die Anbieter mit der breitesten belegten Grundlage, kaufDA und Coupon Plus sind eher Aktionsumfelder als klassische Bon-Apps.
4
Wie viel bringt eine Cashback-App wirklich?
Belegt sind bei marktguru und smhaggle 0,05 Euro Grundprämie je hochgeladenem Kassenbon, bei marktguru bis zu zehnmal pro Woche. Das ergibt aus den Bons allein einen niedrigen einstelligen Betrag im Monat. Der größere Teil kommt aus dem Produkt-Cashback selbst, das je Aktion als Festbetrag oder Prozentsatz ausgelobt wird, bei marktguru gelegentlich mit 100 Prozent.
5
Ist smhaggle seriös?
Zu smhaggle häufen sich laut unserer Recherche Berichte über verzögerte oder ausbleibende Auszahlungen. Die Google-Play-Bewertung liegt bei 3,5 von 5, auf Trustpilot vergeben laut Recherchequelle 96 Prozent der Nutzer nur einen Stern. Das sind Nutzerberichte und Bewertungen Dritter, keine von uns festgestellte Tatsache. Zusammen mit der Mindestauszahlung von 12 Euro bedeutet das ein Ausfallrisiko, das du kennen solltest, bevor du dort Guthaben ansammelst.
6
Welche Daten geben Cashback-Apps weiter?
Ein Kassenbon enthält jede Position deines Einkaufs, den Zeitpunkt und die Filiale. Wer einen Bon hochlädt, gibt damit ein vollständiges Einkaufsprofil preis, nicht nur das Aktionsprodukt. Was mit diesen Daten geschieht, steht in der Datenschutzerklärung des jeweiligen Anbieters. Lies sie, bevor du regelmäßig Bons hochlädst.
7
Kann ich Cashback-Apps und Cashback-Portale gleichzeitig nutzen?
Ja. Die Wege überschneiden sich kaum, weil Apps auf den stationären Handel und einzelne Produkte zielen und Portale auf Onlineeinkäufe. Bei Onlinebestellungen im Supermarktbereich kann beides zusammentreffen. Prüfe dann in den Aktionsbedingungen der App, ob Onlinekäufe überhaupt teilnehmen.
8
Muss ich den Kassenbon aufheben?
Ja, bis die Gutschrift bestätigt ist. Wird ein Bon abgelehnt, weil das Foto unscharf oder abgeschnitten ist, brauchst du das Original für einen zweiten Versuch. Achte darauf, dass Händlername, Datum, Uhrzeit, Bonnummer und die gekaufte Position vollständig zu sehen sind.