iGraal gegen Questler: die Unterschiede im Einzelnen
Beim Zugang zum eigenen Geld liegt Questler vorn. Ab 5 Euro zahlt der Anbieter aus, binnen drei Werktagen, per PayPal oder Überweisung. iGraal verlangt 20 Euro bestätigtes Cashback und überweist das erste Mal immer aufs Bankkonto, PayPal und Wertgutschein bekommst du erst danach. Den Gutschein löst du aktuell nur bei Zalando ein.
Der Unterschied ist im Alltag spürbar. Wer im Jahr 200 Euro über ein Portal bestellt und dabei 4 Prozent bekommt, sammelt 8 Euro, bei Questler wären die 8 Euro auszahlbar, bei iGraal nicht. Der Prozentsatz ist hier eine Annahme, die Schwellen sind belegt. Erst ab etwa 500 Euro Jahresumsatz über das Portal wird die iGraal-Hürde für dich unproblematisch.
Bei der Bewertungsbasis ist es umgekehrt, und zwar drastisch. iGraal steht bei 4,1 von 5 aus 41.275 Trustpilot-Bewertungen, davon 4.350 aus den letzten zwölf Monaten und 75 Prozent Fünf-Sterne-Stimmen. Für Questler liegen vier Bewertungen auf erfahrungen.com vor. Vier Stimmen sagen statistisch nichts aus. Wer sich vor der Anmeldung ein Bild machen will, findet bei iGraal eine belastbare Grundlage und bei Questler keine.
Bei der Shop-Auswahl nennt Questler über 3.000 Partnershops auf der Startseite, an anderer Stelle über 2.000. iGraal nennt über 1.500 für Deutschland. Die Questler-Angabe ist in sich widersprüchlich, die iGraal-Angabe wird von einer Drittquelle mit lediglich 800 Shops bestritten, allerdings vermutlich mit älterem Stand. Beide Zahlen taugen nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.
Welche Zusatzfunktionen bieten iGraal und Questler?
iGraal bringt eine Browser-Erweiterung, Apps für iOS und Android, Gutscheincodes, einen Preisvergleich, ein Punktesystem und einen eigenen Reisebereich mit. Für Questler ist weder eine Erweiterung noch eine App belegt. Wer beim Aufruf eines Shops automatisch erinnert werden will, bekommt das nur bei iGraal.
Questler ist zudem kein reines Cashback-Portal, sondern mischt Cashback mit Paidmails und Bonusaktionen. Ein Nachteil ist das nicht, aber ein anderes Produkt. Wer nur Prozente auf Einkäufe will, arbeitet sich durch Funktionen, die er nicht braucht.
Beim Cashback selbst nennt iGraal als einziger Anbieter in unserem Vergleich eine Quote: bis zu 90 Prozent der Provision gehen laut Anbieter an die Mitglieder. Questler beziffert nichts. Beachte bei iGraal die Formulierung bis zu, es handelt sich um eine Obergrenze.
Wer steckt hinter iGraal und Questler?
Hinter iGraal steht seit März 2020 die Global Savings Group, heute Atolls. Gegründet wurde das Portal 2006 im französischen Boulogne-Billancourt, seit 2009 ist es in Deutschland aktiv. Zum selben Konzern gehört Shoop, der deutsche Marktführer. Wer bewusst außerhalb der großen Gruppen bleiben will, findet bei iGraal nicht, was er sucht.
Questler ist das Gegenmodell. Ein inhabergeführtes Kleinunternehmen mit Sitz in Stegaurach-Debring, nach eigener Angabe mit über 2,5 Mio. Euro ausgezahltem Cashback. Der Betreiber ist namentlich benannt, was bei vielen deutschen Kleinportalen nicht der Fall ist. Größe bedeutet nicht automatisch Verlässlichkeit, aber sie bedeutet, dass mehr Menschen den Anbieter geprüft haben.