Werbung, die erst nach dem Erfolg bezahlt wird
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Advertiser wirbt
Der Händler stellt Werbemittel und Links bereit und legt fest, was eine Vermittlung wert ist.
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Publisher vermittelt
Der Partner bringt Reichweite oder Nutzer mit und schickt sie in den Shop. Ein Cashback-Portal ist ein solcher Partner.
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Netzwerk misst
Das Affiliate-Netzwerk stellt die Technik, misst die Abschlüsse und rechnet ab.
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Erst der Kauf zahlt
Abgerechnet wird meist je abgeschlossenem Kauf. Klicks allein lösen keine Zahlung aus.
Was Affiliate-Marketing in der Praxis bedeutet
Das Modell ist älter als die meisten Cashback-Portale. Ein Händler stellt Werbemittel und Links bereit, ein Partner bewirbt sie, und erst der tatsächliche Erfolg löst eine Zahlung aus. Weil nur bezahlte Ergebnisse zählen, trägt der Partner das Risiko und der Händler kalkuliert mit festen Kosten je Umsatz. Für den Händler ist das die berechenbarste Form der Onlinewerbung.
Beteiligt sind immer vier Rollen. Der Advertiser ist der Händler, der werben lässt. Als Publisher gilt der Partner, der Reichweite oder Nutzer mitbringt. Das Affiliate-Netzwerk stellt die Technik, misst die Abschlüsse und rechnet ab. Vierte Rolle ist der Kunde. Er sieht von der Konstruktion nichts, außer dass er über einen Zwischenlink im Shop landet.
Cashback-Portale sind eine besondere Sorte Publisher. Klassische Partner behalten die gesamte Provision, etwa ein Blog oder eine Preisvergleichsseite. Ein Cashback-Portal reicht den größten Teil an den Nutzer weiter und verdient nur an der Differenz. Deshalb konkurriert es nicht über redaktionelle Qualität, sondern über die Höhe der Weitergabe und über die Zahl der angebundenen Shops.
Abgerechnet wird meist nach Cost per Order, also je abgeschlossenem Kauf, daneben gibt es Cost per Lead für Anmeldungen ohne Kauf, etwa bei Versicherungen und Vergleichsportalen. Die Sätze verhandeln Händler und Netzwerk einzeln und passen sie laufend an. Daraus entsteht die Schwankung. Auf Vergleichsseiten siehst du sie als sich ändernde Cashback-Sätze. GETMORE nannte für die meisten seiner Partner Provisionssätze zwischen 1,5 und 13 Prozent. Das Portal wird zurückgebaut, deshalb ist die Angabe ein Anhaltspunkt und kein aktueller Marktwert.
Rechtlich ist Affiliate-Marketing in Deutschland kennzeichnungspflichtige Werbung. Wer Links setzt, für die er vergütet wird, muss das offenlegen. Eine Seite, die Cashback-Sätze vergleicht und dabei selbst Provisionen kassiert, sollte diese Vergütung also sichtbar ausweisen und die Reihenfolge ihrer Empfehlungen nicht daran ausrichten.
Über den Streit zwischen Händlern und Cashback-Portalen entscheidet ein Detail, das Attributionsmodell. Üblich ist Last Click. Vergütet wird dabei der zuletzt gesetzte Partner. Weil Nutzer ein Portal kurz vor dem Bezahlen öffnen, stehen Cashback-Portale im Kaufprozess weit hinten. Manche Marken sehen darin Mitnahmeeffekte, die Portale dagegen zurückgeholte Kunden, die sonst woanders bestellt hätten. Die Antwort fällt je nach Branche anders aus, und genau deshalb schwanken die Sätze so stark.