Glossar

Provision

Definition

Die Provision ist die erfolgsabhängige Vergütung, die ein Händler für einen vermittelten Kauf zahlt und aus der das Cashback-Portal deine Gutschrift speist.

Stand

Von der Provision des Händlers zu deinem Satz

  1. Provision

    6 %

    zahlt der Händler an das Portal

  2. Weitergabe

    75 %

    behält das Portal nicht

  3. dein Cashback

    4,5 %

Rechenbeispiel aus dem Text oben. Die Provision fällt auf den Nettowarenwert an, also ohne Mehrwertsteuer und ohne Versandkosten.

Was Provision in der Praxis bedeutet

Berechnet wird sie fast immer als Prozentsatz des Nettowarenwerts. Bei Verträgen und Abschlüssen ohne klassischen Warenwert tritt an ihre Stelle ein Festbetrag, etwa 40 Euro für einen Mobilfunkvertrag oder 25 Euro für eine Kontoeröffnung. Beide Formen tauchen im Cashback wieder auf, weshalb du auf Vergleichsseiten sowohl Prozentangaben als auch Eurobeträge findest.

Die Höhe verhandeln Händler und Netzwerk laufend neu. Saisonale Aktionen, Lagerbestände und Wettbewerbsdruck verändern sie innerhalb von Tagen. Ein Cashback-Satz ist deshalb eine Momentaufnahme. Eine Vergleichsseite ohne sichtbares Prüfdatum ist damit wertlos, weil du nicht erkennen kannst, ob die Zahl von heute stammt oder von vor einem halben Jahr.

Zwischen Provision und Cashback liegt die Weitergabequote. Erhält ein Portal 6 Prozent Provision und gibt 75 Prozent davon weiter, siehst du 4,5 Prozent Cashback. iGraal nennt eine Weitergabe von bis zu 90 Prozent, TopCashback stellt eine besonders hohe Weitergabe in den Mittelpunkt der eigenen Werbung. Wer diese beiden Größen verwechselt, hält einen Portalvergleich für einen Shopvergleich.

Wichtig ist die Bemessungsgrundlage. Die Provision fällt auf den Nettowarenwert an, also ohne Mehrwertsteuer und ohne Versandkosten. Der Händler reicht die Steuer nur an das Finanzamt weiter, sie ist für ihn ein durchlaufender Posten. Auf Geld, das ihm nie gehört hat, zahlt er keine Werbeprovision. Deshalb kann auch das Portal davon nichts abgeben.

Fällt die Grundlage weg, fällt die Provision weg. Widerrufst du den Kauf, schickst Ware zurück oder zahlst nicht, verliert der Händler den Umsatz und storniert die Meldung. Das Portal muss die Gutschrift dann ebenfalls streichen. Diese Kopplung ist der Grund für nahezu jede Stornierung, die du in deinem Portalkonto siehst.

Prozentsätze und Festbeträge lassen sich nicht direkt vergleichen. Vierzig Euro für einen Vertragsabschluss sagen nichts darüber, ob das mehr ist als 5 Prozent bei einem Modehändler, solange kein Warenkorb dahintersteht. Wir rechnen Festbeträge deshalb auf einen offen genannten Referenzwarenkorb von 120 Euro um. Sonst blieben sie außen vor. Diese Umrechnung ist eine Hilfskonstruktion und keine Aussage über deinen konkreten Fall, in dem ein ganz anderer Warenkorb stehen kann. Bei einem Vertrag ohne Warenwert bleibt der Eurobetrag die einzige Zahl, die für dich zählt.

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