Was der Händler festlegt, bevor du einen Satz siehst
- 1
Satz je Branche
7 % gegen 1 %
Mode zahlt hohe Sätze, weil die Spanne groß ist. Im Elektronikmarkt ist sie klein, und der Satz ist es auch.
- 2
Ausschlüsse setzen
Gutscheinkarten, Versandkosten, Gebühren und der mit Guthaben bezahlte Anteil einer Rechnung zählen nicht mit.
- 3
Partner zulassen
Marken mit starkem Direktvertrieb sperren Cashback-Publisher ganz. Andere zahlen nur für Neukunden.
- 4
Umsatz bestätigen
Der Advertiser bestätigt oder storniert eine Buchung. Das Portal führt sie nur und kann sie nicht durchsetzen.
Was Advertiser in der Praxis bedeutet
Gebräuchlich sind auch die Begriffe Merchant und Werbetreibender. Der Advertiser legt fest, wie viel eine Vermittlung wert ist, welche Warengruppen mitzählen und welche Partner überhaupt werben dürfen. Er entscheidet damit über alles, was du später als Cashback-Satz siehst. Das Portal kann diesen Rahmen nicht überschreiten, es kann nur seinen eigenen Anteil verkleinern.
Die Höhe der Provision folgt der Marge. Mode, Schuhe, Parfümerie und Reisen zahlen häufig hohe Sätze, weil dort die Spannen groß sind. Elektronik, Lebensmittel und Gutscheinkarten zahlen wenig bis nichts, weil die Marge klein ist. Dass ein Modehändler 7 Prozent Cashback bringt und ein Elektronikmarkt 1 Prozent, folgt direkt aus dieser Kalkulation.
Advertiser steuern zusätzlich über Ausschlüsse. Typisch sind Gutscheinkarten, Versandkosten, Gebühren und der mit Guthaben bezahlte Anteil einer Rechnung. Manche Händler nehmen auch reduzierte Ware, Tabakwaren oder preisgebundene Bücher aus. Diese Regeln stehen in den Bedingungen des Portals, weil sie vom Händler dorthin durchgereicht werden.
Ein Advertiser kann Partner auch sperren. Gerade Marken mit starkem eigenem Direktvertrieb schließen Cashback- und Gutscheinpublisher aus, weil sie glauben, die Kunden ohnehin zu bekommen. Andere gewähren Cashback nur für Neukunden. Wenn ein bekannter Shop bei keinem Portal auftaucht, liegt das fast immer an einer solchen Entscheidung und nicht an einer Lücke im Vergleich.
Im Streitfall ist der Advertiser zuständig. Er bestätigt oder storniert eine Buchung, das Portal führt sie nur. Bleibt eine Gutschrift aus, muss das Portal beim Netzwerk anfragen und das Netzwerk beim Händler. Diese Kette erklärt, warum die Bearbeitung dauert und warum dir ein Portal nie sofort verbindlich sagen kann, weshalb eine Buchung fehlt.
Häufig zahlt der Advertiser nur für Neukunden. Wer schon einmal bei ihm bestellt hat, fällt heraus. Das Portal weist diese Bedingung an der Shop-Seite aus. Wer sie übersieht und als Bestandskunde bestellt, bekommt eine Buchung, die Wochen später wieder storniert wird. Prüfe deshalb vor teuren Käufen die Bedingungszeile im Portal und nicht nur den großen Prozentsatz, denn dort stehen neben der Neukundenregel auch die ausgeschlossenen Warengruppen und der Hinweis, ob Gutscheincodes erlaubt sind.