Vom offenen Guthaben zur Auszahlung
- 1
Buchung ist offen
Offene Buchungen zählen für die Schwelle nicht mit. Deshalb kann eine dreistellige Summe im Konto stehen und die Auszahlung trotzdem gesperrt sein.
- 2
Händler bestätigt
Erst nach Bestätigung und abgelaufener Retourenfrist wandert der Betrag in den auszahlbaren Topf.
- 3
Schwelle erreicht
0 € bis 30 €
So weit reicht die Mindestauszahlung über alle Anbieter, für die wir eine Angabe erfasst haben.
- 4
Auszahlung anfordern
Überweisung, PayPal, Gutschein oder Spende. Nur bei der Überweisung kommt das Geld frei verfügbar bei dir an.
Was Auszahlungsschwelle in der Praxis bedeutet
Sie ist das am meisten unterschätzte Auswahlkriterium. Ein Portal mit hohem Satz, aber 25 Euro Mindestauszahlung, bringt Gelegenheitskäufern weniger als ein Portal mit mittlerem Satz und niedriger Schwelle. Wer zweimal im Jahr bestellt, sammelt selten genug, um überhaupt an sein Geld zu kommen.
Die Spannbreite im deutschen Markt ist groß. Shoop zahlt bereits ab 1 Euro aus, TopCashback kennt gar keine Mindestschwelle. Andere Anbieter verlangen zweistellige Beträge. Bei Punkteprogrammen gilt dieselbe Logik in anderer Währung: Payback erlaubt die Barauszahlung ab 200 Punkten, was einem Gegenwert von 2 Euro entspricht.
Zur Schwelle kommt der Unterschied zwischen offenem und auszahlbarem Guthaben. Offene Buchungen zählen nicht mit. Erst wenn der Händler bestätigt hat und die Retourenfrist abgelaufen ist, wandert der Betrag in den auszahlbaren Topf. Wer im Konto eine dreistellige Summe sieht, wundert sich dann, dass die Auszahlung trotzdem gesperrt ist.
Manche Portale koppeln die Schwelle an den Auszahlungsweg. Eine Überweisung setzt oft einen höheren Betrag voraus als eine Gutscheinauszahlung, weil die Bankgebühr bei kleinen Summen ins Gewicht fällt. Gutscheine kommen dafür manchmal mit einem Aufschlag, der wie ein zusätzlicher Bonus wirkt, dich aber an ein bestimmtes Handelsunternehmen bindet.
Prüfe die Schwelle vor der Anmeldung, nicht danach. Drei Fragen genügen: Ab welchem Betrag ist eine Auszahlung möglich, welche Wege stehen zur Verfügung, und gilt für Gutscheine eine andere Grenze als für Bargeld. Wer selten und in kleinen Beträgen bestellt, sollte diesen Punkt höher gewichten als einen um einen halben Prozentpunkt besseren Satz.
Auch die Auszahlungswege unterscheiden sich. Üblich sind Überweisung auf das Girokonto, PayPal, Gutscheine bekannter Händler und eine Spende an gemeinnützige Organisationen. Gutscheine kommen oft mit einem Aufschlag von wenigen Prozent, binden dich aber an ein Unternehmen und verfallen ihrerseits nach einer Frist. Die Überweisung ist der einzige Weg, bei dem das Geld vollständig und frei verfügbar bei dir ankommt. Bei kleinen Beträgen ist sie manchmal gesperrt, was den Aufschlag auf Gutscheine erklärt.