Glossar

Guthabenverfall

Definition

Guthabenverfall bedeutet, dass ein Cashback-Portal angesammeltes Guthaben nach einer Zeit ohne Aktivität verfallen lässt oder das Konto stilllegt.

Stand

Wie Guthaben verschwindet, ohne dass du etwas tust

  1. 1

    Guthaben bleibt liegen

    Betroffen sind vor allem Gelegenheitsnutzer, die sich einmal für eine große Bestellung anmelden und das Konto danach vergessen.

  2. 2

    Frist ohne Anmeldung

    12 bis 24 Monate

    So lange laufen die üblichen Klauseln, gerechnet ab der letzten Anmeldung oder der letzten neuen Buchung.

  3. 3

    Hinweismail geht unter

    Die Portale schreiben vorher. Die Mail landet im Werbeordner und wird übersehen.

  4. 4

    Verfall oder Gebühr

    Manche Anbieter lassen verfallen, andere erheben eine Kontoführungsgebühr, die das Guthaben langsam aufzehrt.

Was Guthabenverfall in der Praxis bedeutet

Die Regel steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und wird selten beworben. Typisch sind Klauseln, die nach zwölf oder vierundzwanzig Monaten ohne Anmeldung oder ohne neue Buchung greifen. Manche Anbieter erheben stattdessen eine Kontoführungsgebühr, die das Guthaben langsam aufzehrt. Beides läuft auf dasselbe hinaus.

Betroffen sind vor allem Gelegenheitsnutzer. Wer sich einmal für eine große Bestellung anmeldet, danach 20 Euro Guthaben stehen lässt und das Konto vergisst, findet es Jahre später leer vor. Das gilt nur bei Portalen mit einer solchen Klausel, andere lassen Guthaben unbegrenzt stehen. Die Portale verschicken vorher eine Hinweismail, die im Werbeordner landet und übersehen wird.

Rechtlich sind solche Klauseln nicht in jedem Fall wirksam. Ein ersatzloser Verfall ohne Vorwarnung und ohne sachlichen Grund benachteiligt Verbraucher unangemessen. Verbraucherzentralen haben derartige Bedingungen in verschiedenen Branchen erfolgreich angegriffen. Sicher ist das im Einzelfall aber nur nach einer Prüfung der konkreten Klausel, deshalb ist Vorsorge der bequemere Weg.

Vorsorgen kannst du mit zwei Gewohnheiten. Trag dir eine jährliche Erinnerung in den Kalender, um dich einmal anzumelden und den Kontostand zu prüfen. Und lass Guthaben auszahlen, sobald die Schwelle erreicht ist, statt es zu sammeln. Geld auf dem eigenen Konto kann nicht verfallen und wird auch bei einer Insolvenz des Portals nicht zur Forderungsanmeldung.

Vor der Anmeldung lohnt ein Blick in die Bedingungen. Suche dort nach den Stichworten Inaktivität, Verfall und Kontoführung. Findest du eine kurze Frist von zwölf Monaten, ist das kein Ausschlusskriterium, aber ein Argument dafür, das Guthaben zügig abzurufen. Portale ohne solche Klausel sind für seltene Käufer die ruhigere Wahl.

Ein zweiter Fall wird selten bedacht. Kündigst du dein Konto oder wird es wegen eines Regelverstoßes gesperrt, verfällt in vielen Bedingungen auch das offene Guthaben. Offene Buchungen, die noch nicht bestätigt sind, gehen dabei fast immer verloren, weil das Portal sie erst Monate später vom Netzwerk erhält. Wer ein Portal wechseln will, sollte deshalb erst alles auszahlen lassen, danach einige Monate keine neuen Klickouts setzen und das Konto erst am Ende schließen.