Glossar

Warenkorbwert

Definition

Der Warenkorbwert ist die Summe aller Positionen einer Bestellung und die Ausgangsgröße, aus der nach Abzügen die Bemessungsgrundlage für dein Cashback entsteht.

Stand

Ein gemischter Warenkorb, Position für Position

  1. Rechnungsbetrag

    204,95 €

    150 € Ware, 50 € Geschenkkarte, 4,95 € Versand

  2. zulässiger Warenwert

    150,00 €

    ohne Versand und Geschenkkarte

  3. Nettowarenwert

    126,05 €

    geteilt durch 1,19

  4. Cashback

    6,30 €

    5 % vom Nettowarenwert

Rechenbeispiel aus dem Text oben. Erst gehen die ausgeschlossenen Positionen ab, danach die Steuer. Diese Reihenfolge erklärt die meisten Abweichungen.

Was Warenkorbwert in der Praxis bedeutet

Er ist nicht dasselbe wie der Rechnungsbetrag. Auf der Rechnung stehen zusätzlich Versandkosten, Gebühren und Zuschläge, die für die Provision keine Rolle spielen. Ebenso wenig zählt der Teil, den du mit einem Gutschein oder mit Guthaben bezahlt hast, denn dafür fließt beim Händler kein neuer Umsatz.

Vom Warenkorbwert zieht das Portal zuerst alle nicht vergütungsfähigen Positionen ab. Typisch sind Gutscheinkarten und Geschenkkarten, Tabakwaren, preisgebundene Bücher und je nach Händler stark reduzierte Ware. Diese Ausschlüsse stehen in den Bedingungen des Portals, weil der Händler sie dorthin durchreicht. Ein gemischter Warenkorb wird aufgeteilt. Nur der zulässige Teil zählt.

Danach folgt der Steuerabzug, sofern das Portal netto abrechnet. Aus 119 Euro zulässigem Warenwert werden bei 19 Prozent Mehrwertsteuer 100 Euro Bemessungsgrundlage. Bei 5 Prozent Cashback ergibt das 5,00 Euro statt 5,95 Euro. Diese Reihenfolge, erst Ausschlüsse und dann Steuer, ist der Grund für die meisten Abweichungen zwischen Erwartung und Gutschrift.

Bei Teilretouren wird anteilig gerechnet. Schickst du von 180 Euro Warenwert Ware für 90 Euro zurück, halbiert sich das Cashback. Das Portal wartet deshalb das Ende der Retourenfrist ab, bevor es eine Buchung freigibt. Wer den größten Teil einer Bestellung zurückschickt, sollte mit einer entsprechend kleinen Restgutschrift rechnen.

Für die Praxis heißt das: Wenn du Cashback maximieren willst, kaufe die vergütungsfähigen Positionen möglichst getrennt von den ausgeschlossenen. Gutscheinkarten gehören in eine eigene Bestellung, weil sie sonst nur den Warenkorb aufblähen, ohne einen Cent Cashback zu bringen. Und bei Ratenzahlung zählt der volle Warenwert, nicht die erste Rate.

Ein gemischter Warenkorb macht die Rechnung anschaulich. Du bestellst Ware für 150 Euro und legst eine Geschenkkarte über 50 Euro dazu, dazu kommen 4,95 Euro Versand. Vom Rechnungsbetrag über 204,95 Euro bleiben nach Abzug von Versand und Geschenkkarte 150 Euro zulässiger Warenwert. Netto sind das bei 19 Prozent Steuer 126,05 Euro. Bei 5 Prozent Cashback ergibt das 6,30 Euro. Wer die Geschenkkarte in einer eigenen Bestellung kauft, ändert am Cashback nichts, sieht die Rechnung aber sofort korrekt.

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